Neue EU-Verordnung betrifft Motorradbatterien

Seit dem 01. Februar 2021 beschränkt eine neue EU-Verordnung den Vertrieb von diversen Gefahrstoffen, um kriminelle- und terroristische Aktivitäten zu erschweren. Dazu zählt auch die in herkömmlichen Bleisäurebatterien eingesetzte Schwefelsäure.

Was bedeutet das für den Motorradfahrer?

In erster Linie ist es ab sofort nicht mehr möglich, trockene Batterien und Säurepacks separat zu erwerben, um diese dann später privat zu befüllen. Diese Befüllung muss nun stets vor dem Verkauf durch den Händler geschehen.



Das passiert in den allermeisten Fällen jedoch sowieso, da sie häufig direkt verbaut werden. Auch nach dem Kauf oder Einbau entsteht durch die neue Verordnung kein gravierender Nachteil für den Motorradfahrer, da zum späteren Nachfüllen dieser Batterien standardmäßig destilliertes Wasser genutzt wird und niemals ein Säurepack mit Schwefelsäure. Diese ist nur für die Erstbefüllung notwendig.



Wirkliche Nachteile entstehen am Ende hauptsächlich für den Handel oder Privatpersonen, die Batterien vor dem Einbau lange Zeit lagern. Eine gefüllte und geladene Bleibatterie muss nämlich regelmäßig geladen werden, um eine Entladung und eine daraus resultierende Sulfatierung zu verhindern.


 

Neue EU-Verordnung betrifft Motorradbatterien